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Wurzeln des Überlebens | Ein Blick auf unsere kleinen Paradiese | Kontaktlinsen

November 1 @ 12:00 UTC+0

7€ – 11€
Treasures | Kurzfilm: Ein Blick auf unsere kleinen Paradiese | Foto: Jasmin Andreae

Dokumentarfilm, 2021, 98 Minuten, von Bertram Verhaag

Man schützt nur das, was man liebt! Diese einfache Erkenntnis ist der Inhalt des Films.
Fünf Landwirt:innen besinnen sich bei ihrer Arbeit auf fast vergessenes bäuerliches Wissen und versuchen auf ihren Höfen den Einklang von Mensch, Tier und Natur wiederherzustellen. Wir sehen ihre verschiedenen Herangehensweisen einer ökologischen Bewirtschaftung. Es wird gezeigt, wie sie sich die zum Teil jahrtausendealten Techniken und Bräuche angeeignet und diese weiterentwickelt haben, um sich der agrarwirtschaftlichen Industrialisierung und Intensivtierhaltung entgegenzustellen.
Mit dem Sterben der Bauernhöfe starb auch sehr viel Wissen; Wissen, wie man den Boden gesund und fruchtbar erhält – ohne Kunstdünger; Wissen, wie Saatgut – ohne Herbizide und Pestizide gedeiht; Wissen, mit welcher Nahrung die Tiere gesund bleiben – ohne Antibiotika…  Fünf Bauern öffnen uns ihren Hof: Präparate Herstellung bei biologisch-dynamischem Anbau, muttergebundene Kälberhaltung, Zweinutzungshühner, Agroforstwirtschaft und die Zucht und Archivierung von 3000 Tomatensorten.

Vorfilme:
Kurzfilm: „Ein Blick auf unsere kleinen Paradiese, Regie: Jasmin Andreae“
Kurzfilm: „Kontaktlinsen“ von F. Tengelmann, E. Dettlof, S. Obaid

Ein Blick auf unsere kleinen Paradiese
Kurzfilm: Regie: Jasmin Andreae

Stehend am Rand eines Gerstenfeldes. Der Wind treibt die Halme in Wellen den Hügel hinauf. Eine einheitliche, sanfte Bewegung der pelzig weichen Fläche – wunderschön. Kein Halm zu sehen, der hier nicht hingehört. Kein Summen, kein Insekt, nichts, was stört.  Reinkulturen auf riesigen Schlägen angelegt, vom natürlichen Leben – von allen Risiken abgeschirmt durch Herbizide, Insektizide und Fungizide.  Nur an den Rändern darf sich natürliches Leben entfalten, vielfältig, sich selbst überlassend, träumend, überbordend, einer eigenen Ordnung folgend, summend und singend, verkapselt in den verbleibenden Knicks und Rändern, die zwischen den weiten Flächen und Straßen stehen.  Verkehrte Welt, denke ich. Ist nicht das Feld eigentlich der Rand und der Rand das Zentrum?

Ort: Burgtheater, Theaterplatz 1, 23909 Ratzeburg, Tel.: 04541 803080
Eintritt: 11 €, Filmclubmitglieder 7 €

Details

Veranstaltungsort

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